Is grow the new make? Werden wir bald alles wachsen lassen können? Wo kann und soll die Bio-Forschung hin?

Ist Bio das neue Digital? Ja, wir stehen am Anfang einer großen Umwälzung, bei der die Produktivität lebendiger Strukturen eine große Rolle spielt. Der Bio-Design Workshop von Johann Bauerfeind hat uns das eindrucksvoll gezeigt.

Links Johann Bauerfeind. In der Mitte der Projektion eine Coli-Zelle, und darum herum, dargestellt als LEGO-Bausteine, die Bio-Bricks, die kunstvoll in sie hineingebrcht werden können.

Aber nicht jeder von uns wird einen Apparat in der Tasche haben, der unkompliziert synthetisieren und wachsen lässt, was man so braucht.
Es gibt viel Hype, und Marketing rund um die neuen Technologien, mit denen an der DNA von Bakterien, Pflanzen und auch von Lebewesen gearbeitet werden kann.

CRISPR-Cas und andere Methoden der synthetischen Biologie werden noch auf absehbare Zeit zum Reparieren verwendet werden. Das Neu-Gestalten von Organismen ist Zukunftsmusik.
Wir können das „Buch des Lebens“ heute immerhin sehen. Und damit die Größe der Aufgabe erkennen. Es ist nicht nur dick, es ist auch mit einem fremden Alphabet und in einer vollkommen unbekannten Sprache geschrieben.

Drei Faktoren könnten unser Verständnis beschleunigen:

  • KI (künstliche Intelligenz)
  • offene Wissenschaft, also frei zugängliche und frei nutzbare Ergebnisse von Forschung
  • die Kommunikation in Teams und kleinen Gruppen

Das Podium, 20. Juli 2019, 19-21.00 Uhr

Auf dem Podium, von rechts nach links: Alessandro Volpato, Johann Bauerfeind, Ruth Stadler, Rudolf Kötter, Julian Chollet, Moderator Ulrich Hirschmüller. Abgewandt: Malte Larsen

Hier in der Nußschale die Ideen für eine bessere Wissenschaft aus unserer Gesprächsrunde (bestehend aus Ruth Stadler, Pflanzenphysiologie, FAU; Rudolf Kötter, Philosophie, FAU; Johann Bauerfeind, freier Forscher und Unternehmer; Malte Larsen, freier Forscher; Alessandro Volpato, freier Forscher; Julian Chollet, freier Forscher):

  • Eine Inter-Zone, in der sich Bürger und Wissenschaftler treffen und miteinander ins Gespräch kommen können.
  • Öffnung der Uni in Richtung eines interessierten Publikums.
  • Open Labs für Interessierte, direkt an die Uni angebunden, in denen gearbeitet werden kann.
  • Eine Börse für Wissenstransfer zwischen ernsthaften Laien-Forschern und Forschern an der Uni.
  • Bessere Personalführung an Forschungseinheiten, um Teamgeist und Kommunikation zu fördern und Konkurrenzverhalten zu begrenzen.
  • Alle Mauern einreissen
  • Die allgemein verständliche Kommunikation der Ziele, Wege und Ergebnisse wissenchaftlicher Forschung ist bislang nicht Teil der Wissenschaftsförderung. Das wird oft aus Kulturetats bestritten. Damit entsteht auch keine Kompetenz in der Wissenschaft, sich selbst zu erklären.

    Die freie Forschung, Biohackers, exTeppiche der Welt zeigen, dass es möglich ist, die Wissenschaftlerin zu treffen, und mit oftmals vereinfachten Versionen echter Testaufbauten und DIY-Laborgeräten zu erleben, wie Bio-Forschung wirklich geht, und um was es den Forschern geht.

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