Tag Null

Grummelnde Wolken ziehen über die Stadt. Aus ihnen züngeln Blitze. Heute wird das Nürnberg Digital Festival eröffnet. Deswegen erklingt die „Fanfare für den Maker“ des ex-Teppich, Hommage an all die Tüftler auf der Welt und speziell an die in unserem Flecken, erst morgen um 10.55. Und um Elf öffnen dann die Türen in dieses abgeranzte Paradies der digitalen Techniken und des göttlichen DIWO (Do-It-With-Others), das cooler dasteht als jede Eventlocation in cool Berlin.

PC zum Kaffee: Yeah, DIWO kennt kein Alter

Es ist ein klassisches Soft-Opening, das der ex-Teppich heute hinlegt. Das heisst, Elektrokabel dürfen noch im Blick hängen und Kartons sind noch nicht ausgepackt, Geschirrspülmaschinen und Vertikales Grün für den Workshop morgen treffen gemeinsam mit den ersten Gästen ein. Und die ersten Gäste, das war meiner Beobachtung nach eine fünfköpfige Familie. Die natürlich wo hängen blieb? Am DreiDehDrucker. Unfassbar. Immer noch, sieben Jahre nach ICH KANN! und zwölf Jahre nach FAB von Neil Gershenfeld, ist dieses emsige Bienchen unter den Rapid Prototyping Tools das Tor ins Verzücken, Sinnbild aller nur denkbaren zukünftigen Techniken.

Noch müde von der Fahrt, morgen sicher topfit. Vertikales Grün, Stadtklimaretter.

Und so brausen draussen unsere E-Roller die Dreikönigstrasse auf und ab, erste Einstellungen des ex-Teppich Filmprojektes mit Lennart Peters, und drinnen browsen Senioren und praktizieren Learning by Doing.
Um fünf bringt Balthasar Reuter einen wunderbaren Apparat vorbei: Die Photobox. Das ist der gute alte Passbildautomat ohne Kabine, die Welt schaut zu und das soll sie auch, wenn wir unsere Gäste in den nächsten zehn Tagen bitten, sich zusammen mit ihrer Idee für einen endlosen ex-Teppich zu fotografieren.