Zeit für Zahlen

Hello, hier spricht die Statistik. 96 Stunden war der ex-Teppich an 11 Tagen geöffnet, davon 15 Stunden exklusiv für Schulklassen. Wir hätten den Schul-Anteil (nachfrageseitig) sogar locker verdoppeln können, bis aus Bamberg erreichten uns Anfragen. Da waren unsere Ressourcen (noch) der limitierende Faktor.

Wir haben in dieser Zeit knapp über 1.000 Besucher gezählt, quer durch alle Altersstufen. Die konnten quatschen, lesen, e-Scooter testen, sich ihren Namen in MDF gravieren lassen – oder sie haben eines unserer 51 Workshop-Angebote besucht.

Dabei bauten diese Besucher etwa 25 bis 30 Rechenstäbe, DIY-EKG-Geräte, Pulsoxymeter, Videomikroskope und Feinstaubsensoren, tranken dazu 25 Füllungen von Ullis Kaffemaschine (auch zum PC), konnten zwischen Digital Design, Business-Design und Bio-Design auswählen (oder alles verbinden), oder einfach den Daphnien im Aquarium beim Leben zusehen.

Das Seniorennetz, die Jugendkunstschule, das E-Werk und der Stadtjugendring haben nachhaltig dafür gesorgt, dass die Begriffe Arduino, Mindstorms, Minecraft, Virtual Reality und Internet of Things für alle und für immer geklärt sind.
Und wir sind auch dankbar, dass wir den herrlichen Begriff „Binary exploitation“ (17. Juli, 13-19 Uhr) weiter nicht verstehen und uns als Rätsel für die Zukunft aufheben können.

Mit viel Geduld und Spucke waren wir sodann der DNA, dem Code des Lebens auf der Spur. Wir haben die DNA nicht nur für alle sichtbar gemacht, sondern auch labormäßig analysiert. Dank Uli Hirschmüller, der die Elfenbeintürme der FAU an einem offensichtlich schwachen Punkt, bei der Molekularbiologie, eingerissen hat und der in aller Freundschaft tolle Gerätschaften entleihen konnte für seinen Crime Scene Investigation (CSI) Workshop.
In Johann Bauerfeinds Bio-Design Workshop haben wir dann die DNA von Bakterien umgeschrieben, um sie zu Bio-Fabriken zu machen.
Wir sind übrigens keinesfalls zu früh dran, Microsoft nutzt DNA schon zum Speichern seiner Codes, für die Ewigkeit.

Wir hatten wunderbare Gäste, Florian Schumacher aus München hat uns seinen „smart & healthy lifestyle“ mit Gadgets zur Selbstoptimierung nahegebracht, Ruth Stadler und Wolfgang Kötter haben am Bio-Gipfel aus der Forschung berichtet, Karl E. Deckart zeigte uns den Mikrokosmos unter dem Mikroskop.

Alessandro Volpato, freier Biologe in Berlin, hat mit Julian Chollet, Malte Larsen, Johann Bauerfeind und Kat Austen DIE Top-Crew für eine Reise ins Bio-Tinkering zusammengestellt. Noch reifen die Pilze aus unbeschreiblichen Workshops in unserem Keller. Wir werden berichten, was wir beim Auspacken finden.

Zum Schluss, und nicht hoch genug zu bewerten: wir hatten KEINE Unfälle, KEINE Verletzungen, KEINE Verluste, KEINE Diebstähle. Auch die e-Scooter, manchmal als Terroristen des Trottoirs gebrandmarkt, konnten unsere glückliche Bilanz nicht um eine Nuance trüben.

Einzig das große ex-Teppich Banner an der Fassade des ex-Landratsamtes am Marktplatz bleibt zu beobachten: In zehn bis fünfzehn Jahren könnten sich die Gummischlaufen zur Befestigung durch die Einwirkung von UV-Strahlung zersetzt haben, und bei einem Windstoß …

… aber bis dahin wollen wir ja schon viele Schritte weiter sein und einen täglich geöffneten DIWO (Do-It-With-Others) – Shop in der Stadt am Start haben. Bleibt auf Sendung…

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